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Seyma Soydan, Hunsrücker Künstlerin mit türkischen Wurzeln - und sozialem Engagement
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Ziel beim Entwerfen der "CariTasse" sowie des Ladenschilds von "Carilino" war eine ansprechende Gestaltung, die zugleich doch
die Caritas-Arbeit reflektieren sollte. Für die künstlerische Umsetzung konnte Seyma Soydan, die an der Offenbacher Hochschule
für Gestaltung im Fachbereich "Visuelle Kommunikation" studiert hat, gewonnen werden.
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| Seyma Soydan |
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Soydans Motiv-Serie "Ich und Du" - eigens für das Caritas-Projekt ins Leben gerufen - verrät, dass die Diplom-Designerin türkischer
Herkunft mit ihren Illustrationen von Kinderbüchern aus asiatischen Kulturkreisen international in Erscheinung getreten ist.
Ihre Figuren scheinen eben aus einem Kindermärchen entsprungen. Auf den ersten Blick kindlich-einfache Darstellungen zeigen sich bei näherem Hinsehen doch erheblich vielschichtiger. Farbnuancen
in feinen Abstufungen verleihen Gesichtern Lebendigkeit, unerwartete Farbtupfer lassen die Sterne funkeln, dynamische Striche
heben hier und dort Konturen auf. Der Farbreichtum, so ließe sich interpretieren, steht für die gesellschaftlichen Aufgaben,
welche die Caritas erfüllt. Seyma Soydan, die übrigens ehrenamtlich an dem Projekt "Caritas kreativ" mitwirkt, stellt sich in der Tat ausdrücklich hinter
die Caritas-Arbeit: "Nachdem ich erfahren hatte, wie Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen dort Hilfe finden, wollte
ich daran teilhaben." So zeige ihre Motiv-Serie ganz bewusst nur einen Ausschnitt sozialer Arbeit. Wohlüberlegt habe sie in
ihrer Arbeit die Schwächsten in der Gesellschaft abgebildet: die Kinder. "Ich habe aber die Gewissheit, dass sich bei der
Caritas alle angenommen fühlen können, egal welcher Herkunft oder welchen Alters."
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Hier lässt sich eine weitere Parallele zum Schaffen der freien Künstlerin ausmachen, die bereits vor Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit
angenommen hat. In ihrem Atelier im Rhein-Hunsrück-Kreis entstehen Szenen, die der Kinderliteratur längst entwachsen scheinen.
Oft dunkler - manchmal gar düster -, zeigen sie Menschen in Grenzsituationen. Indem die Werke Konkret-Gegenständliches mit
abstrakten Zügen mischen, erlauben sie jedem Betrachter, sich selbst in ihnen wiederzufinden.
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