Caritasverband für die Region Rhein-Hunsrück-Nahe - Simmern - Soziale Eiszeit


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Passage aus dem Korinther-Brief
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Fixpunkt: Januar 2012
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Fixpunkt: Frühjahr 2011
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Fixpunkt: Herbst 2009
Soziale Eiszeit
Denkanstöße

Gegen eine Eiszeit in den mitmenschlichen Beziehungen


Als Caritasgeschäftsführerin beschäftige ich mich täglich mit Menschen und ihren Lebensbedingungen. In Einzelschicksalen spiegelt sich eine gesellschaftliche Realität: Denn ein grundlegender sozialer Klimawandel, eine Eiszeit in den mitmenschlichen Beziehungen, ist angebrochen. Horst Opaschowski, ein Zukunftsforscher, meint deshalb auch: Armut, Kinderfeindlichkeit, Vernachlässigung und Verwahrlosung sind keine Augenblicksaufnahme, sondern "verdeutlichen in Wirklichkeit die Hilflosigkeit einer Gesellschaft, in der soziale Schichten und ganze Stadtteile auseinander zu driften drohen und immer mehr neben- als miteinander wohnen und leben".

Sozialer Klimawandel. Eiszeit. Opaschowski beschreibt Zeichen unserer Zeit. Jesus weist mit ähnlichen Bildern aus der Wetterbeobachtung - den Wolken, dem Regen, dem Südwind und der Hitze (Lk 12,54-57) - auf die Zeichen der Zeit hin und fragt: Warum könnt ihr die nicht deuten und richtig beurteilen?

  • Wie leben unsere Kinder?
  • Wie leben junge Familien und Alleinerziehende?
  • Gibt es in der jeweiligen Gemeinde Entlastungsangebote für Eltern?
  • Gibt es Besuchsdienste? Werden Einladungen ausgesprochen?
  • Welche Unterstützungsangebote gibt es für in Not geratene Familien?
  • Spenden wir nicht nur Geld, Lebensmittel und Kleidung, sondern auch Zeit und Nähe?
  • ...?


Wir sollten drüber nachdenken. Wir sollten uns darauf einlassen, in Beziehung zu treten mit unseren Mitmenschen. Beziehung erzeugt Reibung. Und Reibung erzeugt Wärme. Ein hervorragendes Mittel gegen eine Eiszeit!

Birgitta Bauer
Caritasgeschäftsführerin