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Seniorentreff-Besucher und Zweitklässler erkunden gemeinsam Damals und Heute
Der Pflegestützpunkt bei der Caritas-Sozialstation Emmelshausen und die örtliche Konrad-Adenauer-Grundschule haben eine "Zeitreise"
gestartet. 15 bis 20 Seniorentreff-Besucher - das Durchschnittsalter liegt bei über 80 Jahren - und neun Zweitklässer erkunden
gemeinsam Damals und Heute. Entwickelt hatte sich die Idee zum Projekt, bei dem das Mehrgenerationenhaus Simmern Kooperationspartner wurde, im Gespräch
zwischen Pflegstützpunkt-Mitarbeiterin Monika Vogt-Schmitt und Karin Schandl, Schulsozialarbeiterin von der evangelischen
Kinder- und Familienhilfe, Haus Niedersburg. Ähnlich spontan verlief im November die erste Begegnung von "Seniorentrefflern"
und Schulkindern. "Wirklich schön fand ich, wie unkompliziert Schüler und Senioren aufeinander zugingen", erinnert sich Monika Vogt-Schmitt.
"Die Jungs und Mädchen setzten sich dazu, und mit einer Vorstellungsrunde begann der erste gemeinsame Nachmittag." Seither
wird es immer besser: Karin Schandl, die die Schüler schon länger kennt, spürt, dass die eventuell noch verbliebenen Unsicherheiten
mit jedem Monat weniger werden. Großen Anteil hat sicher die Vorbereitung durch Karin Schandl und die ehrenamtlich tätige Sabine Rauch: Zum Auftakt hatte
jedes Kind seinen "Steckbrief" vorbereitet, ein andermal standen Spiele von früher und heute auf dem Programm. Außerdem bieten
sich saisonale Anlässe an, wie die kleine Weihnachtsfeier oder jetzt Karneval. Zur "fünften Jahreszeit" werden Girlanden und
selbstbemalte Clownsmasken gebastelt. Wie war es damals, wie ist es jetzt? Bei der Zeitreise, die mal im Seniorentreff, mal in der Schule stattfindet, gibt es jedenfalls
viel zu erzählen. "Die Ausflüge in die Vergangenheit sind ein Abenteuer für alle, die mitreisen", zeigt sich Monika Vogt-Schmitt
begeistert. Dabei sorgen Karin Schandl und Sabine Rauch dafür, dass die Zeitreise-Erlebnisse den Kindern ein nützlicher Spaß sind: "In
der Nachbereitung mit den Schülern ist die Förderung sozialer Kompetenz unser Ziel", erläutert Schandl. "Wie gehe ich auf
einen anderen Menschen zu? Wie begrüße ich einen Erwachsenen? Solche Dinge üben wir beispielsweise in Rollenspielen." Einen positiven Effekt für den Seniorentreff erkennt Monika Vogt-Schmitt: "Die Begegnung zwischen Jung und Alt bedeutet für
die Seniorentreff-Besucher gelungene Aktivierung. Die Grundschüler bringen nicht bloß Leben `ins Haus´; sie bringen den älteren
Menschen auch näher, was eine Kindheit heute ausmacht." Stephan Sauer räumt anfängliche Skepsis ein: "Ich war mir tatsächlich nicht sicher, ob das Zeitreise-Projekt, das ja außerhalb
der Lernzeit liegt, großen Anklang finden würde", so der Leiter der Konrad-Adenauer-Grundschule. "Jetzt merkt man, wie gut
die Kommunikation funktioniert. Vermutlich auch, weil - bei aller Veränderung - viele Lieder oder Spiele zeitlos sind."
Einzelheiten nennt Monika Vogt-Schmitt, Pflegestützpunkt bei der Caritas-Sozialstation, unter Telefon 06747/93770.
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