Einen offenen Blick für unterschiedliche Familien |
|||||
|
|
|||||
Ramona Seibert weiß, wie es sich in einer großen Familie lebt: Die 37-Jährige hat vier Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren.
Seit der Jüngste im Kindergarten ist, arbeitet sie wieder in "ihrem" Beruf. Die gelernte Familienpflegerin ist bei der Caritas-Sozialstation
Emmelshausen beschäftigt. "Familienpflege ist viel mehr als Hilfe im Haushalt", weiß Ramona Seibert, die während der Elternzeit
in der Jugendarbeit tätig war. Als Familienpflegerin arbeitet sie meist in Familien mit Kindern. Wenn etwa die Mutter krank
wird oder zur Kur geht, gilt es eben nicht bloß den Haushalt am Laufen zu halten. Familienpflegerinnen spielen mit den Kindern
oder helfen bei den Hausaufgaben. Derzeit hat Ramona Seibert aber einen völlig anderen Einsatz: Einmal die Woche besucht sie
eine Familie, in der eine junge Frau mit Behinderung lebt. Mit der 20-Jährigen tut sie Dinge, wie sie für junge Leute zur
Freizeit gehören. Wichtig findet Ramona Seibert einen offenen Blick für die Gefühle und individuellen Bedürfnisse ihres Gegenübers:
"Oft geht es gar nicht darum, wie ich mit meiner eigenen Familie den Tagesablauf gestalten würde." |

