Caritasverband für die Region Rhein-Hunsrück-Nahe - Simmern - Stiftung Mittelpunkt Mensch


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"Stiftung Mittelpunkt Mensch": Caritative Angebote stärken

Jüngst befasste sich das Kuratorium der Caritas-Stiftung "Mittelpunkt Mensch" unter dem ehrenamtlichen Vorsitz der Landtagsabgeordneten und CDU-Landesvorsitzenden, Julia Klöckner, eingehend mit Trends und Entwicklungen in der Arbeit des Ortscaritasverbandes. Diese steht momentan sehr unter dem Eindruck des Flüchtlingsstroms, der zusehends in den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück angekommen ist.
"Ehrenamtliches Engagement verlagert sich stark auf die Flüchtlingshilfe", wusste Caritasdirektor George Koldewey zu berichten. "Viele Menschen engagieren sich spontan - und für viele ist es nebensächlich, bei welchem Träger ihre Ehrenamtsgruppe angesiedelt ist." Zudem verändere die Flüchtlingssituation die hauptamtliche Arbeit, so Koldewey weiter. So habe sich das Aufgabenfeld des Migrationsdienstes im Rhein-Hunsrück-Kreis erweitert: Etwa die in Boppard und Simmern angesiedelte Beratung für Zuwanderer hat sich stärker Flüchtlingen zugewandt. Auch in Bad Kreuznach und Idar-Oberstein ist der Caritasverband längst in der Flüchtlingsberatung aktiv.
Der Caritas-Chef betonte indes, dass andere caritative Dienste und Projekte ebenfalls Unterstützung von dritter Seite zu ihrem &sbquoÜberleben' bräuchten. Als ein Beispiel nannte er den vor einem Jahr gestarteten "Stromspar-Check PLUS": Acht vormals langzeitarbeitslose Menschen sind nun beim Caritasverband beschäftigt. Seit der Schulung zu Stromspar-Helfern beraten sie Menschen, die von Sozialleistungen leben, um deren Energie- und Wasserverbrauch zu drosseln. Beim Stiftungskuratorium fand George Koldewey offene Ohren: Die Flüchtlingsfrage sei zweifellos drängend wichtig - andere soziale Angebote dürften darüber aber nicht ins Hintertreffen geraten. Es sei zentral, hier die richtige Balance zu halten, gerade auch, damit die Stimmung nicht kippe, bekräftigte Julia Klöckner.


 
Das Foto zeigt von links: Eckhard Meising (Mitglied des Kuratoriums der Stiftung "Mittelpunkt Mensch"), Andrea Steyven (Geschäftsführerin der Aktion Arbeit im Bistum Trier), Klaus Lang (Geschäftsführer des Jobcenters Bad Kreuznach), George Koldewey (Direktor des Caritasverbandes Rhein-Hunsrück-Nahe e.V.), Diana Albert (Projektkoordinatorin "Stromspar-Check PLUS"), Alexandra Stadtmüller (Stromspar-Helferin), Julia Klöckner (Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung "Mittelpunkt Mensch"), Paul Kaiser (Vorsitzender des Caritasverbandes Rhein-Hunsrück-Nahe e.V.)
Foto: Caritas
 


Das Kuratorium "Mittelpunkt Mensch" hatte dem Projekt in der Auftaktphase eine "Finanzspritze" gewährt. Nun beleuchteten die Kuratoriumsmitglieder die Perspektive für das zweite Jahr. Mit am Tisch saßen Klaus Lang, Geschäftsführer des Bad Kreuznacher Jobcenters, und Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit im Bistum Trier. Angesichts der drei Wirkungsweisen des Stromspar-Projekts - arbeitsmarktpolitisch, armutsverhindernd, ökologisch - war man sich einig hinsichtlich der Förderwürdigkeit.
"Durch den kostenlosen Einbau von Energiesparlampen, Wasserperlatoren, TV-Abschaltern oder schaltbaren Steckerleisten unterstützen die Stromsparhelfer einkommensschwache Familien darin, ihren Energieverbrauch mit einfachen Mitteln zu senken. Ganz konkret bedeutet das, dass diese Familien mehr Geld zur Verfügung haben - bis zu 150 Euro Energiekosten pro Jahr können in vielen Fällen eingespart werden. Eine prima Sache", so Julia Klöckner zum Projekt.
Das Jobcenter, das seit der Planungsphase ein Motor und der maßgebliche Financier ist, signalisierte Bereitschaft zur Anschlussförderung. Auch die Vertreterin der Aktion Arbeit steht inhaltlich hinter dem Stromspar-Check - über den vom Caritasverband eingereichten neuerlichen Antrag muss indes erst der Vergabeausschuss in Trier entscheiden. Das Kuratorium der Caritas-Stiftung will ebenfalls seinen Beitrag leisten. So werden die ehrenamtliche Mitglieder versuchen, Spenden einzuwerben, die dann per Kuratoriumsbeschluss vergeben werden.
Mehr zur Caritas-Stiftung "Mittelpunkt Mensch" erfährt man unter Telefon 0671/83828-33 (Thomas Elsen, Caritas Bad Kreuznach).